Als Simon und ich im März seinen Abgang ankündigten, hatte ich Ideen skizziert, wie es mit dem Newsletter weitergehen soll. Heute nun gehe ich diesen Weg einen ganzen Schritt weiter und habe drei Dinge im Gepäck, die dein Abo hoffentlich noch etwas wertvoller machen.
Neue Lieferzeiten
Ich habe in den letzten Wochen viele Erfahrungen gesammelt, wie es ist, den Newsletter nun von vorn bis hinten allein zu schreiben. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich in aller Regel Mittwochnachmittag so gegen 16:00 Uhr mit der Ausgabe für Donnerstagmorgen fertig bin. Dann liegt das Ding also noch gute 16,5 Stunden rum, bevor ich es verschicke. Das ergibt keinen Sinn.
Einerseits sind in der Nacht noch viele News dazugekommen, die eingepflegt werden müssten. Zum anderen ist auch der Donnerstagmorgen ohnehin nicht der beste Termin, um dir gut 20.000 Zeichen zu schicken. Die Mail landet also (wenn ich mir das Feedback der vergangenen Tage und Wochen anschaue) viel zu oft auf einem imaginären "Lese ich später"-Stapel. Dafür ist der Newsletter nicht gedacht.
Ich möchte dir mit meiner Arbeit wertvolle Impulse geben, im besten Fall das (Arbeits-) Leben leichter machen. Ich möchte dir nicht noch eine weitere Aufgabe an die Hand geben, die du abarbeiten sollst.
Daher werde ich zum einen künftig den Newsletter dann verschicken, wenn er fertig ist. Das wird in der Regel am späteren Nachmittag sein. Die US-Kolleg:innen halten es ganz ähnlich. Daher bin ich frohen Mutes, dass dies der bessere Zeitpunkt für uns alle ist.
Zudem werde ich auch nicht mehr 20.000 Zeichen in einer Mail verschicken. Also, zumindest wird das nur noch in absoluten Ausnahmefällen passieren.
Um mehr Leichtigkeit zu wagen, möchte ich daher, wenn es denn die Nachrichtenlage hergibt, künftig häufiger die Woche bei dir im Postfach landen. Kürzer und prägnanter. Besser zu erfassen. Inklusive einiger, ausgewählter Fettungen, die doch viele von euch vermisst haben in den letzten Monaten.
Neuer News-Radar
Auch, und hier kommt die nächste Neuerung, möchte ich nun wirklich den Schritt wagen, sehr viel weniger News-Snippets im Newsletter zu kuratieren. Das heißt nicht, dass ich gar keine News teile und kommentiere. Aber der Part, der nicht unter Einordnung und Analyse fällt, hat in den letzten Wochen immer noch zu viel Platz eingenommen.
Ich hatte das ja bereits im März angekündigt, jetzt kommt der Vollzug. Aber hey, ich habe gute Neuigkeiten: Ich teile fortan alle Texte, Studien, Videos, Podcast-Episoden und News, die ich für relevant halte, auf dieser neuen Seite:

Wer mag, kann die Seite direkt bookmarken, permanent offen lassen oder aber sogar auf der Grundlage des zugrundeliegenden RSS-Feeds direkt seinen eigenen Feed oder Agenten bauen. Einfach diesen Feed nutzen: SMWB Radar als RSS. Alternativ kannst du mir auch gern bei Mastodon und Bluesky folgen. Dort teile ich die Inhalte künftig ebenfalls.
Ich hoffe sehr, dass dir dieser kuratierte News-Radar hilft, ständig alles im Blick zu behalten, was im Bereich Social Media und KI relevant ist.
Mehr Transparenz
Last but not least habe ich auf meiner About-Seite eine neue Rubrik zum Thema "Transparenz & Grundsätze" veröffentlicht. Mir ist sehr wichtig, dass alle Leser:innen verstehen, wie ich arbeite und welchen Standards ich mich verpflichtet fühle:
- Journalistisches Handwerk: Ich bewege mich zwar an der Schnittstelle zum Bloggen, orientiere mich aber klar an den Regeln des professionellen Journalismus: sorgfältige Recherche, Faktentreue und transparente Quellenangaben sind für mich Standard. Sollte mir trotz aller Sorgfalt ein Fehler unterlaufen, korrigiere ich ihn offen und transparent.
- 100 % unabhängig: Das SMWB schaltet kein Native Advertising und akzeptiert weder Geld noch Sachleistungen für Berichterstattung.
- Keine Verflechtungen: Ich halte keine Anteile an den Unternehmen, über die ich schreibe. Bezahlte Vorträge oder Workshops haben keinerlei Einfluss auf die Inhalte. Teams von Google, Meta oder TikTok gehören zu den zahlenden Leser:innen meines Newsletters; das schafft weder eine wirtschaftliche Abhängigkeit, noch beeinflusst es meine redaktionelle Unabhängigkeit.
- Transparenter KI-Einsatz: Ich nutze KI-Tools als Assistenten für Recherche, Sparring und Code. Kein Newsletter wird von einer KI geschrieben.
- Engagement: Ich bin Mitglied bei Amnesty International und dem ASB und spende regelmäßig an Netzpolitik und Wikipedia.
Ich nehme diese Veränderungen vor, um das SMWB zukunftsfest zu machen. Ich habe extrem Bock, diesen Newsletter noch viele Jahre zu schreiben, und freue mich sehr, wenn du weiter Teil dieser im deutschsprachigen Raum doch ziemlich einzigartigen Unternehmung bist.
Dein Feedback ist sehr willkommen – per Signal oder per Reply auf diese Mail.
Merci, Martin
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