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7 Min. Lesezeit Meta

Marks neue Muse

Meta will dir eine Brille aufs Gesicht und einen Assistenten ins Ohr setzen – aber wer hört da eigentlich mit?

Die beste Quelle, um über die Entwicklungen in der Social-Media-Welt auf dem Laufenden zu bleiben. Gleichermaßen aktuell und tiefgründig, mit den wichtigsten News und fundierten Einordnungen. - Katja


Salut am Donnerstag!

Was? Ist das wirklich schon die dritte Mail diese Woche? Jupp. So ist es. Heute geht es um Mark Zuckerbergs KI-Visionen, Metas neue Gesichtscomputer und ihren neuen KI-Assistenten Muse.

Persönlich stehe ich solchen KI-Assistenten ja noch ziemlich skeptisch gegenüber. Mir behagt der Gedanke einfach nicht, dass "eine Technik" so viel über mich weiß. Es fühlt sich für mich einfach nicht gut an, dass ein intimes Protokoll meiner Sorgen, Wünsche und Bedürfnisse entsteht. Aber dazu gleich mehr.

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Martin


Was ist

Meta hat auf seiner jährlichen Veranstaltung Meta Connect neue Brillen und KI-Funktionen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen die Meta VR Glasses, neue kamera­freie Ray-Ban Meta Audio sowie der KI-Assistent Muse.

Auch wenn mich die neuesten Specs zu KI-Brillen nicht sonderlich interessieren, ist schon bemerkenswert mit welcher Energie und welchem finanziellen Einsatz Meta darauf setzt, dass Wearables – allen voran smarte Brillen – die nächste Computer-Ära prägen werden.

Und Zuckerberg hat ja durchaus recht, wenn er im Interview mit Joanna Stern (YouTube) betont, wie absurd es eigentlich ist, dass wir diese reichhaltige, digitale Welt aufgebaut haben, und sie mehrheitlich nur über einen Bildschirm nutzen, der kaum größer ist als eine Postkarte.

Ob diese Brillen allerdings ausgerechnet von einem Unternehmen kommen müssen, dessen Bilanz beim Umgang mit Privatsphäre so ernüchternd ist, wird sich zeigen. Zunächst aber die News:

Was Meta angekündigt hat

Warum das wichtig ist

Wearables können nur ein gutes Geschäft werden, wenn die zugrundeliegende Hard- und Software gut miteinander harmonieren. Es geht vor allem um die Frage, ob KI-Brillen künftig zur zentralen Schnittstelle zu meinem persönlichen KI-Assistenten werden. Und ob ich so einen überhaupt haben möchte.

In seiner Keynote (YouTube) knüpfte Meta-Chef Mark Zuckerberg an die Aussagen der letztjährigen Konferenz an und unterstrich, dass intelligente Brillen der Weg sein werden, mit dem das Unternehmen "Superintelligenz" für die breite Masse zugänglich machen will.

Zuckerberg glaubt, dass irgendwann die meisten Menschen eine Art intelligente Brille tragen werden, mit einem persönlichen KI-Assistenten direkt an unserer Seite – der sieht, was wir sehen, hört, was wir hören und uns ins Ohr flüstert, was zu tun ist.

All das setzt jedoch Vertrauen voraus. Vertrauen darauf, dass die Informationen, die Muse gibt, richtig sind. Und, darum soll es heute vor allem gehen: Jede/r mit einem Computer von Meta auf der Nase würde unfassbar viel über sein Privatleben preisgeben, wie das Beispiel Muse bereits heute schon zeigt.

Was Muse auszeichnet

Während KI-Anwendungen wie ChatGPT, Google Gemini oder Claude von Anthropic für viele vor allem chat-basierte Programme bleiben, die erst auf eine Eingabe hin etwas tun, sollen KI-Assistenten im Kern quasi autonom To-dos abarbeiten. Also Aufgaben selbstständig anstoßen und zu Ende bringen.

(Mir ist bewusst, dass viele Profis die Tools von ChatGPT und Co längst als Agenten nutzen. Mir geht es hier aber zunächst um den typischen Durchschnitts-User.)

Meta positioniert Muse als persönlichen KI-Assistenten, der Alltagsaufgaben im Web übernimmt: Formulare ausfüllen, E-Mails beantworten, Reservierungen tätigen, nach Schnäppchen Ausschau halten, etc.

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