US-Wahl: Willkommen im Zeitalter der fragmentierten Öffentlichkeit
Im Wahlkampf 2016 gab es Fox News, Facebook und die Times. Acht Jahre später bespielen Zehntausende Creator Dutzende Plattformen – mit unabsehbaren Folgen.
Ich bin freier Journalist und Gründer des Social Media Watchblog. Ich schreibe seit 2013 darüber, wie Plattformen und KI unsere Gesellschaft verändern. Mich interessiert nicht, wie man mehr Likes und Follower bekommt. Mich interessiert, was der Wandel der digitalen Öffentlichkeit bedeutet.
Dass ich das meinen Beruf nennen darf, verdanke ich mehr als 4000 Mitgliedern. Viele zahlen privat, viele über ihren Arbeitgeber – darunter Redaktionen, Behörden und sogar das Auswärtige Amt. Manchmal finde ich das selbst ein bisschen weird.
Im Wahlkampf 2016 gab es Fox News, Facebook und die Times. Acht Jahre später bespielen Zehntausende Creator Dutzende Plattformen – mit unabsehbaren Folgen.
Das Motto der Washington Post lautet: "Democracy Dies in Darkness". Man sollte es ergänzen: "and under the Influence of Billionaires".
Beim US-Wahlkampf spielen Inhalte kaum noch eine Rolle. Es geht vor allem um Emotionen. Podcaster und TikToker helfen dabei, sie zu verbreiten.
Elon Musk ist extrem reich, extrem mächtig und extrem rechts. Das macht ihn zu einer Gefahr für die liberale Demokratie.
TikTok hat zwei Probleme: die US-Regierung und zu geringe Umsätze. Letzteres will das Unternehmen nun ändern: mit einer Livestream-Offensive.
In den USA schreien Rechte bei jeder Gelegenheit "Zensur!". Jetzt geht das Spiel auch in Deutschland los.
Mark Zuckerberg hat sich selbst und seinen Konzern radikal verändert. Das ist gut fürs Image, hat aber Schattenseiten.
Vor neun Jahren gründeten elf Menschen ein Forschungslabor für KI. Heute hat OpenAI fast alle Ideale über Bord geworfen. Das ist konsequent, aber riskant.
Vergangene Woche haben wir Metas neue AR-Brille gewürdigt. Jetzt kippen wir ein wenig Wasser in Zuckerbergs Wein.
Lange Zeit sah es so aus, als seien die Investitionen ins Metaverse ein Fehler und Metas Reality-Labs-Sparte ein Milliardengrab. Vielleicht war diese Annahme voreilig.
Meta schränkt Instagram für Jugendliche deutlich ein. Die Ankündigung richtet sich aber weniger an Teenager, sondern primär an besorgte Eltern und die Politik.
Aus 2 mach 1: ARD und ZDF fusionieren die bekannte Onlinestudie und die Langzeitstudie Massenkommunikation Trends zur ARD/ZDF-Medienstudie. Wir geben einen kompakten Überblick mit Fokus auf Social Media.