Was ist
Der Vergleich zwischen Meta und den US-Bundesstaaten hat die Frage nach dem Schutz von Kindern und Jugendlichen auf sozialen Plattformen einmal mehr ins Zentrum der politischen Debatte gerückt.
Kurz zur Erinnerung: Meta soll bis zu 18 Milliarden US-Dollar zahlen sowie Instagram und Facebook unter anderem durch Zeitlimits, Nachtmodus, Pausenhinweise und veränderte Voreinstellungen sicherer machen. (SMWB)
Trotz des Vergleichs wird in den USA nun weiter darüber gestritten, welche Verantwortung der Konzern für die Folgen seiner Produkte trägt. Zahlreiche Klagen sind anhängig und werden Gerichte und Meta (sowie die anderen Tech-Platzhirschen) in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen. (CourtListener)
Auch in Deutschland wird nach wie vor über Altersgrenzen und Verbote gesprochen.
- SPD, CDU und Grüne befürworten grundsätzlich eine gesetzliche Grenze – meist bei 14 Jahren.
- Die CSU steht solchen Plänen skeptisch gegenüber.
- Familienministerin Karin Prien favorisiert eine Grenze von 13 Jahren. (bmbfsfj.bund.de)
- Die Expertenkommission der Bundesregierung hat zwei Modelle vorgeschlagen, sich aber nicht eindeutig festgelegt. (bmbfsfj.bund.de)
- Der Deutsche Ethikrat lehnt ein pauschales Mindestalter dagegen ausdrücklich ab. (ethikrat.org)
Mich interessiert heute aber weniger die neueste (sozial-medial-inszenierte) Empörung über Meta und die nächste Forderung nach einer bestimmten Altersgrenze.
Viel interessanter finde ich, welches Verständnis von Schutz hinter diesen Forderungen steht.