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10 Min. Lesezeit Trump

Disruption der Demokratie

Wie Tech-Oligarchen die liberale Demokratie zur Zielscheibe gemacht haben – und was Europa dagegen (nicht) tut.

Disruption der Demokratie

👋🏻 Neues aus der Musa

Als Erstes möchte ich heute Danke sagen! Super stark, dass einige Hundert Leser:innen direkt meiner Bitte nachgekommen sind, meinen neuen Kanal auf YouTube zu abonnieren, bzw. mein Podcast-Angebot positiv zu bewerten. Das hilft enorm. Vielen Dank!

Für die zweite Folge meiner neuen Gesprächsreihe habe ich mit Jannis Brühl gesprochen. Du findest den Podcast auf YouTube, Spotify, Apple Podcast, Overcast und allen weiteren Podcast-Apps – den kompletten Überblick gibt es unter fehrensen.transistor.fm.

Wer kann, gibt bitte auch dieser Folge einen Daumen hoch! Das hilft mir sehr, um mit dem neuen Angebot aus dem Quark zu kommen. Die lieben Algorithmen, ihr kennt das …


💡 Deep Dive

Die Disruption der Demokratie

Was ist

Seit Donald Trumps zweiter Amtsübernahme hat sich die politische Machtkonfiguration im Westen grundlegend verschoben. In einem in seiner Offenheit beispiellosen Ausmaß regiert ein Präsident in einer Allianz mit einigen der wirtschaftlich und technologisch mächtigsten Menschen des Planeten. Elon Musk, Mark Zuckerberg, Peter Thiel, Marc Andreessen – sie alle haben sich nicht nur finanzielle Vorteile von dieser Nähe zu Trump erhofft, sondern bringen eine eigene Ideologie mit: die Überzeugung, dass das wirtschaftliche Prinzip der Disruption auch auf den demokratischen Staat anwendbar ist. Dass veraltete Strukturen nicht reformiert, sondern zerstört werden müssen. Und dass sie, die Oligarchen, die Avantgarde dieser Transformation sind.

Für Europa hat das unmittelbare Konsequenzen: Der Digital Services Act wird offen als geopolitisches Druckmittel behandelt, europäische NGOs werden von US-Kongress-Abgeordneten unter Druck gesetzt, und Medienhäuser sowie öffentliche Institutionen werden täglich mit der Frage konfrontiert, wie abhängig sie eigentlich von Infrastruktur sind, über die sie keine Kontrolle haben. Um all das geht es im heutigen Deep Dive, dessen Grundlage das Gespräch mit Jannis Brühl bildet.

Mit wem ich gesprochen habe

Jannis Brühl leitet das Team Geld, Arbeit und Tech im Wirtschaftsressort der Süddeutschen Zeitung und berichtet seit mehr als einem Jahrzehnt über Big Tech und dessen Auswirkungen auf Gesellschaft und Demokratie. Sein Anfang 2026 im Penguin-Verlag erschienenes Buch „Disruption" (Penguin) widmet sich dem Moment, in dem finanzielle, technologische und politische Macht in der zweiten Trump-Regierung erstmals so offen zusammengefallen sind. Brühl ist kein Technikfeind und kein reflexiver Silicon-Valley-Kritiker. Er versteht die Logik von innen und kann sie trotzdem klar als das benennen, was sie ist: eine ernsthafte Bedrohung für demokratische Strukturen.

Im Netz ist Brühl hier zu finden: LinkedIn, Instagram, Süddeutsche Zeitung.

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Die wesentlichen Positionen aus unserem Gespräch