Medien in Existenznot: Warum weniger Menschen für Journalismus zahlen
Die Cancel Culture geht um – keine ideologische, aber eine journalistische. Abokündigungen bedrohen sowohl Verlage als auch Indie-Projekte. Wir spüren die Krise ebenfalls.
Ich bin freier Journalist und Gründer des Social Media Watchblog. Ich schreibe seit 2013 darüber, wie Plattformen und KI unsere Gesellschaft verändern. Mich interessiert nicht, wie man mehr Likes und Follower bekommt. Mich interessiert, was der Wandel der digitalen Öffentlichkeit bedeutet.
Dass ich das meinen Beruf nennen darf, verdanke ich mehr als 4000 Mitgliedern. Viele zahlen privat, viele über ihren Arbeitgeber – darunter Redaktionen, Behörden und sogar das Auswärtige Amt. Manchmal finde ich das selbst ein bisschen weird.
Die Cancel Culture geht um – keine ideologische, aber eine journalistische. Abokündigungen bedrohen sowohl Verlage als auch Indie-Projekte. Wir spüren die Krise ebenfalls.
Am Dienstagabend haben nicht nur manche Medien versagt. Auch Millionen Menschen verbreiteten mutmaßliche Hamas-Propaganda, ohne nachzudenken. Je ungewisser die Nachrichtenlage ist, desto gefährlicher wird Viralität.
Vergangene Woche erklärten wir, warum Verlage und Sender die Finger von den neuen WhatsApp- und Instagram-Channels lassen sollten. Hier kommt die Gegenthese.
WhatsApp und Instagram bieten jetzt die Möglichkeit, Nutzerïnnen auch in ihren Chats zu erreichen. Die Frage ist nur: Sollten Publisher dort wirklich sein?