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8 Min. Lesezeit Politics

Ein Leben ohne Cookie-Banner ist möglich – und sinnvoll

Die Pop-ups sind nervig und weitgehend nutzlos. Warum ist es so schwer, sich auf eine bessere Lösung zu einigen?

Was ist

Wann hast du das letzte Mal eine Webseite geöffnet und gedacht: Ach, was bin ich froh, dass dieses Cookie-Banner mir eine informierte Entscheidung ermöglicht, welche Daten ich mit wem teilen möchte?

Eben. Wir auch nicht.

Dabei gäbe es eine Alternative, die Nutzerïnnen viele Klicks ersparen könnte. Man legt ein einziges Mal fest, ob und welche Daten man freigeben möchte. Danach respektieren alle Webseiten diese Einstellung automatisch, ohne dass man selbst einen Finger rühren muss.

Wenn das so einfach ist, warum funktioniert das nicht längst? Das erklären wir in diesem Briefing.

Warum das wichtig ist

Ein Netz ohne omnipräsente Cookie-Banner wäre nicht nur im Sinne der Hunderten Millionen Menschen in der EU, die täglich Pop-ups wegklicken. Es wäre auch im Sinne der Gesetzgeber und Datenschützerinnen.

Aktuell dominieren Dark Patterns und manipulative Designs. Gerade Verlage lassen einem oft keine echte Wahl. Wer keine Werbe-Cookies zulassen möchte, muss bei manchen Medien ein Abo abschließen. Andere verwirren mit verschachtelten Dialogen und veranstalten eine virtuelle Schnitzeljagd: Wo zur Hölle ist der „Alle ablehnen“-Knopf?

Die meisten Menschen geben entnervt auf und wählen den Weg des geringsten Widerstands: Sie akzeptieren alle Cookies und stimmen zu, dass ihre Daten für Analyse und Marketing ausgewertet und mit Hunderten „Partnern“ geteilt werden dürfen.

Das war anders gedacht. Die Kombination aus ePrivacy-Richtlinie und DSGVO legt in der EU zwei Dinge fest:

In ihrer aktuellen Form haben Cookie-Banner nichts mit informierter Einwilligung zu tun.

Wer das ändern möchte

Der Jurist Maximilian von Grafenstein arbeitet als Professor für Digitale Selbstbestimmung an der Universität der Künste und am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG). Er hat mit Consenter den bislang einzigen Dienst entwickelt, der vom Bundesdatenschutzbeauftragten als Einwilligungsagent zugelassen ist.

Das bedeutet: